Reinanken, auch Renken oder Maränen frisch aus dem Millstätter See
Foto: Sam Strauss

Reinanken aus dem Millstätter See

Diesen Oktober haben wir sie wieder in kleinen Mengen frisch aus dem Milstätter See für Euch. Seit einigen Jahren bieten wir sie frisch oder geräuchert an und manche haben sie auch schon als Steckerlfisch probiert: Reinanken! Sie sind eine ausgesprochene Delikatesse und jetzt wieder bei Biofisch erhältlich.

Das Leben in der freien Natur, im klaren reinen Wasser des Millstätter Sees verleiht ihnen ein außerordentliches Aroma und feines, weißes Fleisch.

Gut zum Garen im Ganzen

Eigentlich sind Reinanken bei Biofisch ja Renken – so sagt man am Millstätter See zu ihnen, wo sie aufwachsen. In Wien werden sie aber meist Reinanken genannt. Sie gehören wie Saibling und Forelle zu den Salmoniden (Lachsartigen), sind etwas kleiner und in fast jedem See ein bisschen anders – nicht nur dem Namen nach.

Die Reinanke gehört zur Königsklasse unter den Süßwasserfischen. Da ihr Fleisch sehr fettarm ist, eignet es sich wunderbar zum Garen im Ganzen und zum vorsichtigen Braten. Der niedrige Fettgehalt macht das Fleisch auch sehr kalorienarm. Wir braten die Reinanken gerne kurz an und lassen sie dann im Ofen mit Kräutern sanft fertig garen – dann bleiben sie schön saftig.

Foto: Sam Strauss

Viele Namen, ein Fisch

Der lateinische Name der Reinanke ist Coregonus, im deutschsprachgen Raum hat sie aufgrund ihrer weiten Verbreitung und aufgrund ihres heute etwas in Vergessenheit geratenen Status als „Brotfisch“ der Fischer aber viele Namen. Man kennt sie als Rheinanken oder Renken, aber auch als Maränen und Felchen, nennt sie Coregonen, Schnäpel, Gangfisch, kennt sie als Riedling am Traunsee und in der Schweiz als Albeli, Balchen, Ballen oder Bräter.

Die Felchen waren wahrscheinlich ursprünglich nordische Fische, die mit den Schmelzwasserströmen am Ende der letzten Eiszeit vom Norden bis zu den Alpen gelangten. Beim Zurückgehen des Eises bildeten sich mit Süßwasser gefüllte Seenbecken, die zum Lebensraum der Coregonen wurden. Je nachdem aus welchem See sie kommen, können die Unterschiede im Aussehen ziemlich groß sein.  

Einige Gemeinsamkeiten gibt es aber doch. So besitzen sie alle einen recht kleinen Kopf, in dem verhältnismäßig große Augen sitzen. Sie verfügen über ein kleines Maul mit nur kleinen Zähnen. Die Färbung ist am Rücken gewöhnlich dunkler und wird zu den Flanken hin heller. Meist gesellt sich ein silbriger Schimmer hinzu.

Foto: Sam Strauss

Renken von Alex Moser

Wir bekommen unsere Renken von der Familie Moser, die in Dellach am Millstätter See (Kärnten) seit vielen Generationen eine Seefischerei betreibt. Alex Moser zieht die Fische für uns am Donnerstag in der Früh mit den Netzen aus dem See und bringt sie noch am selben Tag gut gekühlt per Zug (!) nach Wien.

Das Ziel von Biofisch ist, die Fischerei so nahe wie möglich am Ursprung zu betreiben, unser Ziel ist es, eine Balance zwischen ökonomischer und ökologischer Bewirtschaftung zu halten, um nachfolgenden Generationen einen unbelasteten und reinen See zur Verfügung zu stellen.

Aus diesem Grund haben wir auch nur kleine Mengen Renken, je nach Fangerfolg. Seht am besten in den Webshop, um zu schauen, ob sie am jeweiligen Wochenende erhältlich sind und bestellt sie für den Markt Eurer Wahl vor!

Foto: Sam Strauss
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